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Niedersachsen startet Ansiedlungsoffensive

June 17, 2026

Mehr Personal, klarere Strukturen und mehr Tempo für Investitionen

Pressemitteilung von der Webseite der Staatskanzlei Niedersachsen, vom 16.06.2026:

Niedersachsen richtet seine Ansiedlungspolitik neu aus und stärkt seine Aktivitäten im Wettbewerb um nationale und internationale Investitionen. Mit zusätzlichem Personal und einer klaren organisatorischen Aufstellung will das Land künftig schneller und gezielter Unternehmen für Niedersachsen gewinnen. Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne hat das Vorhaben in der (heutigen) Kabinettssitzung vorgestellt.

Tonne erklärt: „Niedersachsen stellt sich offensiver, sichtbarer und mit mehr Schlagkraft auf. Wir sprechen Investoren aktiv an – und wir sind gleichzeitig in der Lage, sie schnell und professionell zu begleiten. Kern unserer Neuausrichtung der Ansiedlung ist eine klare und moderne Arbeitsteilung: Das Wirtschaftsministerium gibt weiterhin die strategische Richtung vor, definiert Ziele und Prioritäten. Die operative Umsetzung – also die konkrete Ansprache von Unternehmen, die Betreuung von Investoren und die Entwicklung von Projekten – bündeln wir künftig bei Niedersachsen.next. Das ist keine reine Umorganisation – das ist eine echte wirtschaftspolitische Offensive.“

Die Neuausrichtung ist mit einem konkreten Ausbau der personellen Kapazitäten verbunden:

Zwei Ansiedlungsexperten wechseln vom Wirtschaftsministerium zu Niedersachsen.next. Zusätzlich werden fünf neue Stellen für die Ansiedlungsarbeit geschaffen. Damit wird die operative Einheit auf rund sieben Personen ausgebaut.

Ziel ist eine deutlich intensivere Marktentwicklung durch internationale Unternehmenskontakte und eine engere Begleitung von Investitionsprojekten.

Tonne: „Wir bündeln die Kompetenzen des operativen Ansiedlungsgeschäfts und werden dadurch noch schlagkräftiger. Es entstehen zum Beispiel Synergieeffekte der operativen Ansiedlung mit den bereits vorhandenen Technologieexperten in unserer Landesgesellschaft.“

Das Ministerium verantwortet weiterhin:

  • strategische Zielsetzungen und Prioritäten
  • Steuerung der internationalen Aktivitäten
  • Begleitung besonders bedeutender Ansiedlungsprojekte

Niedersachsen.next übernimmt künftig insbesondere:

  • aktives Akquisitions- und Ansiedlungsmanagement
  • internationale Investorenansprache
  • Betreuung konkreter Ansiedlungsprojekte
  • Organisation von Standortbesichtigungen und Netzwerkkontakten

„Wir geben keine Verantwortung ab, sondern stärken die Umsetzung. Das Ministerium setzt die Leitplanken – Niedersachsen.next sorgt für Tempo“, erläutert Tonne.

Durch die Bündelung entstehen ein klarerer Zugang für Unternehmen, eine durchgängige Betreuung vom Erstkontakt bis zur Ansiedlung durch einen zentralen Ansprechpartner und Unterstützung, zum Beispiel bei der Suche nach geeigneten Flächen, Förderungsmöglichkeiten und Antragsverfahren. Die neue Struktur ermöglicht schnellere Entscheidungen und verbessert die Wettbewerbsfähigkeit Niedersachsens im internationalen Standortvergleich.

Die Ansiedlungsstrategie ist gezielt auf zentrale Wachstumsfelder ausgerichtet:

  • Energie und Transformation (insbesondere Wasserstoff)
  • Life Sciences und Biotechnologie
  • Mobilität und Automotive– das ist eine echte wirtschaftspolitische Offensive
  • Digitalisierung sowie Schlüsseltechnologien (z. B. KI, Robotik, Photonik, Quantentechnologie)
  • Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft

Ziel ist es, Wertschöpfungsketten auszubauen, Innovationslücken zu schließen und neue Netzwerke im Land zu etablieren.

Die Ansiedlungsaktivitäten werden eng mit kommunalen Wirtschaftsförderungen, Industrie- und Gewerbestandorten und den Hafengesellschaften verzahnt. Damit sollen insbesondere auch große Industrie- und Energieprojekte besser unterstützt werden.

Die neue Struktur wird ab dem 1. Juli 2026 schrittweise umgesetzt.

Laufende Projekte werden parallel weitergeführt.

„Niedersachsen. Das ist groß.“

Flankiert wird die Ansiedlungsoffensive durch die neue Landeskampagne „Niedersachsen. Das ist groß.“ Sie soll die Stärken des Standorts international sichtbarer machen und gezielt Interesse von Fachkräften, Unternehmen und Investoren wecken.

Bei Fragen zu dieser Kabinetts-Presseinformation wenden Sie sich bitte an das zuständige Ministerium: pressestelle@mw.niedersachsen.de.

 

Contacts

Christian Budde, Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung
0511 120-6946